Es gab 36 Anlässe zum Musizieren

Hauptversammlung der Trachtenkapelle Biederbach / Viel konzertiert und marschiert / Lob vom Dirigenten / Das Vorstandsquartett bleibt zusammen

Zeitungsbericht von Nikolaus Bayer in der Badischen Zeitung am 16.03.2017

 

BIEDERBACH. In guter Atmosphäre hielt der Musikverein Biederbach seine Hauptversammlung ab. Der Saal im Gasthaus "Deutscher Hof" war bis auf den letzten Platz besetzt. Um Rednerpult und Tisch des Vorstands hatten sich rund 80 Musikerinnen und Musiker, Ehrenmitglieder, Bürgermeister und fünf Gemeinderäte sowie Vereinsvertreter versammelt. Lob und Freude am Erfolg bestimmten den Abend.

Die Versammlung wurde umrahmt von zwei Musikstücken, Stephan Rinklin dirigierte nach allen Seiten. Zur Totenehrung erklang das Lied vom "Guten Kameraden". Dann ließ Vorstandsmitglied Nadine Hin das ereignisreiche Jahr 2016 nochmals vorüberziehen. Fast jede Woche waren die Aktiven gefordert: 45 Gesamtproben, dazwischen Registerproben in Eigenregie. Hin zählte 36 Anlässe, zu denen die Kapelle aufspielte. Sie begann mit dem Kirchenpatrozinium, "dem Tag nach der legendären Abrissparty, bei der auch Musiker gesichtet wurden", und endete mit dem Theaterabend im Januar, bei dem die Bläserjugend unter Angelika Weber einen überzeugenden Auftritt im Bigband-Sound hinlegte. Dazwischen spielte die Kapelle für eigene Musikkameraden, bei Hochzeiten, begleitete Vereinsjubiläen, Elzacher Fasnet und kirchliche Feste, 2016 erstmals auch einen Wallfahrtsgottesdienst auf dem Hörnleberg. Konzerte wurden in Schuttertal, beim Kreistrachtenfest in Simonswald, in Lahr und beim Katzenmooser Bergfest gegeben. Für die Hornisten unerwartet nass wurde es beim Hochschwarzwälder Trachtenfest in St. Peter, als sie bei nur halber Überdachung – mitten im Spiel – eine Dusche erhielten. Höhepunkt war das Jahreskonzert im November in der Schwarzwaldhalle mit dem zweitbesten Besuch nach 2006. Hin bereitete das Programm von "Sound of Ireland" nochmals auf. Sie bedankte sich beim Dirigenten für Titelauswahl und Geduld mit den Musikern bei der Einstudierung; erinnert wurde aber auch an Dudelsäcke, die Einbeziehung der Volkstanzgruppe, an einen Irish Pub und die kleine Schafherde vor der Halle.

Ein umfangreiches Zahlenwerk mit stattlichem Überschuss legte Finanzvorstand Ralph Wernet vor. Das fünftägige Fest an der Finstermühle – die wichtigste Einnahmequelle – brachte den zweithöchsten Umsatz seit 1974. Allerdings, so Wernet, habe man diesmal wohl die Kapazitätsgrenze erreicht: Beim Oldtimertreff am Vatertag war der Parkraum erschöpft; beim bayrischen Abend sei die Sägehalle mit 712 verkauften Karten absolut voll gewesen. Die Erträge aus allen Festen wurden nach festen Quoten auf Bläserjugend, Förderverein und Musikverein verteilt. Die Jahresrechnung des Vereins allein war fast ausgeglichen. Den größten Einnahmeblöcken aus Konzerten, Theaterabend und Spenden standen fast ebenso hohe Ausgaben für Musikbetrieb und Einkauf für Veranstaltungen gegenüber. Fast 9000 Euro wurden für vier neue Klarinetten, Instrumentenreparatur, Trachten und Noten ausgegeben.

 

Alle auf ihren Plätzen: So spielte die Trachtenkapelle in der Hauptversammlung, Stephan Rinklin in ihrer Mitte dirigierte. Foto: Nikolaus Bayer


Stephan Schätzle, Vorstand für Repräsentation, ergänzte den Geschäftsbericht. Er bedankte sich für die Fanbegleitung bei auswärtigen Auftritten und sprach das betriebene Formationstraining an. Als wichtigen Mann im Hintergrund erwähnte er Ehrenmitglied Josef Schätzle, der bei den Konzerten die Licht- und Tontechnik besorgt. Außerdem hob er die vielen Dienste hervor, welche die "verschiedenen Warte und Wirte" zusammen mit Organisationschef Stefan Burger erbracht haben.

Nach "75 Minuten Daten und Fakten" war für Bürgermeister Josef Ruf alles gesagt. Er nannte die Trachtenkapelle einen "ausgezeichneten Werbeträger für die Gemeinde". Dirigent Stephan Rinklin ging noch weiter. Er sprach von einer "Orchestergemeinschaft, die ihresgleichen sucht", die sich im qualitativ hochwertigen Jahreskonzert einmal mehr übertroffen habe. Doch hatte er auch einen Wunsch: Es fehlen noch Fagott und Kontrabass. Könnte man junge Mitglieder dafür gewinnen, würde das den Klang des Orchesters vervollkommnen.

Nochmals gestiegen, von 80,7 auf 82 Prozent, ist 2016 die Anwesenheit bei den Proben. Bei einer 85 Mitglieder-Kapelle ist das sehr positiv, so Stefan Burger. Nie gefehlt hatten Michael Allgeier, Tobias Dufner, Sofia Dufner, Carolin Wernet sowie die Schätzle-Tubisten Stefan und Stephan. Bei den Teilneuwahlen wurden die Vorstände Nadine Hin und Stephan Schätzle für zwei weitere Jahre wiedergewählt. Das am Abend mehrfach gelobte Führungsquartett blieb damit zusammen.

 

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